Bretagne 11/96

 

Kerhilio bei Quiberon

 

Kerhilio auf Quiberon

 

Hinkelsteine bei Carnac

 

Blick vom pointe de la torche

 

Robby beim Wellenreiten in La Torche

 

Le Goulien, Brest Halbinsel

 

 

 

 

Unser erster Urlaub nach Angies Geburt ging nach Frankreich in die  Bretagne. Erste Station war die Halbinsel Quiberon. Angekommen spät abends am grande plage, sah man noch einige Wellenreiter die letzten Wellen rippen. Für mich war der Tag nach der langen Anreise aber erst mal beendet. 

Am nächsten Morgen sah man schon im Morgengrauen die ersten Surfer und Windsurfer am Parkplatz eintreffen. Gestärkt mit frischen Croissants und Baguette stürzte ich mich ebenfalls in den Atlantik. Am späteren Nachmittag wurden dann noch einige der Menhire  (Obelix nannte sie einfach Hinkelsteine) und Steingräber der Gegend besichtigt. Beeindruckt von den Steinen, ihrer Anzahl (mehrere Tausend), Größe (bis 15 m hoch) und Ausrichtung (kilometerlang in mehreren Linien aufgestellt ), ging der Tag zu Ende. Zentrum der Hinkelsteine ist übrigens das Gebiet um die Ortschaft Carnac.

Am nächsten  Tag wandelte sich der Strand la grande plage gewaltig. Das Tief  hatte sich zu einem schweren Sturmtief entwickelt und der Wind blies stark auflandig aus Westen . Die französischen Surfer empfahlen mir weiter nach Kerhilio zu fahren. Und tatsächlich, dort kam der Wind wenigstens leicht side on shore und es tummelten sich bereits  5 Windsurfer an einem endlosen Sandstrand. Die Wellen waren schon 2-3 m hoch, und wurden von Stunde zu Stunde sogar noch größer. Am Nachmittag war dann die 5 m Marke im linken Teil der Bucht erreicht. Natürlich waren diese Bedingungen nicht einfach, aber es hat tierisch Spaß gemacht. Manchmal waren die Wellensets jedoch so mächtig, daß nach Überqueren des ersten und zweiten Wellenberges, nur noch eine Halse angebracht war, um sich anschließend raumshots dem Wellenmaul zu entziehen. 3-4 Stunden ging das Spiel gut und dann hat es mich auch mal erwischt. Die anderen Surfer hatte ja  schon früher kapituliert. Mich konnte so eine Waschgang aber nicht so leicht entmutigen. Obwohl man dabei schon viel Kraft verliert, wenn man sein Material in einer brechenden Welle festhält und schließlich nach 500 m am Ufer von der Welle wieder ausgespuckt wird. 

In der Nacht hatte der Wind nachgelassen, und wir beschlossen am nächsten Tag einen weiteren bekannten Surfspot zu besichtigen: La Torche. Dort angekommen, waren nur noch die Auswirkungen vom vorangegangenem Sturm sichtbar. Links des pointe de la torche waren immer noch große Wellen erkennbar, rechts davon wagten sich bereits einige Wellenreiter ins Wasser. Tags zuvor war dieser Spot sogar unsurfbar gewesen. 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Crozon, vorbei an Pentrez plage, vorbei an der Französischen Waveequipe in plage de l´Aber weiter nach le Goulien. Erst dieser Spot hatte wieder richtige Wellen. Zusammen mit etwa 5-7 Surfern teilte ich mir die Wellen an diesem Spot bis in die Nacht hinein.

Nach einem weiteren Tag in le Goulien mußten wir uns leider auf den langen Heimweg machen und die Bretagne verlassen. 

Fazit: Die Bretagne hat überall tolle nicht überlaufene Surfspots, die jedem Waverider lange in Erinnerung bleiben werden. 

    

 

 

Kerhilio

 

Kerhilio

 

La Torche, Blick auf Halbinsel

 

pointe de la Torche

 

Le Goulien, Brest Halbinsel